Ge(ssenwiese), K(anigsberg)
Library for Radioactive Afterlife

Die Gessenwiese und der Kanigsberg sind Teil einer Landschaft, die sich seit 1946 in steter Veränderung befindet. Durch die Abraumhalden des Bergbaus entstanden radioaktiv strahlende Berge und Seen, die durch verschiedene Eingriffe saniert werden: Pflanzen, die auf der Gessenwiese wachsen, akkumulieren die Schadstoffe aus dem Boden. Textilien werden eingesetzt, um die Seen langsam auszutrocknen und den radioaktiven Staub zu binden. Die aufgehäuften Berge werden Stück für Stück unter die Erde zurückgeführt. Diese konstanten Veränderungen der Volumen in der Landschaft und ihr Nachleben sind der konzeptuelle Ausgangspunkt für G(essenwiese) K(anigsberg). Susanne Kriemann hat in den vergangenen Jahren einen radikal erweiterten Begriff von Fotografie erarbeitet, der neue Systeme der Einschreibung von Ereignissen und geologische Zeitspannen untersucht.

 

Susanne Kriemann (*1972) lebt und arbeitet in Berlin und Karlsruhe. Seit 2017 ist sie Professorin für künstlerische Fotografie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Bei Spector Books erschien 2016 das Künstlerbuch P(ech B(lende).

24.00 €

Artist

Susanne Kriemann

Designer

Alix Linn Bouteleux

Editor

Cassandra Edlefsen Lasch

Text

Eva Wilson, Grit Ruhland, Susanne Kriemann