Liner Notes.
Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B.

Mit dem Internet hat das Buch ein Gegenüber bekommen – so wie das Theater den Film als Gegenüber hat und die Malerei die Fotografie. Endlich ein Echo, ein Double, ein Widerpart – endlich zwei, möchte man sagen. Das, was Bücher ausmacht – ihre materielle Bestimmtheit durch Format, Bindung und die Haptik des Papiers ebenso wie ihre gestalterische Konkretisierung durch Schriftwahl und Seitenbild – tritt als Qualität heutzutage weitaus deutlicher hervor, gerade weil es so unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Texte und Bilder in die Welt zu senden.

Den Ausgangspunkt für die Publikation »Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B.« bildete eine Anzahl Bücher, die in den vergangenen Jahren von Buchgestalterinnen und Buchgestaltern produziert wurden, die an an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert haben. Die Herausgeber Markus Dreßen, Lina Grumm, Anne König und Jan Wenzel interessierte dabei nicht das Verbindende zwischen diesen BuchgestalterInnen, nicht die Konstruktion einer Schule, sondern die ganz unterschiedlichen Ansätze und Haltungen, die in den Büchern sichtbar werden. Was heißt es, ein Buch zu gestalten? In fiktiven Dialogen und in Gesprächsprotokollen, in denen Buchgestalterinnen detailliert über den Entstehungsprozess eines ihrer Bücher sprechen, geht »Liner Notes« dieser Frage nach. Entstanden ist dabei eine Reflexion im Medium: Ein Buch, das aus Büchern gemacht ist und dessen Gebrauchswert darin liegt, Ideen für neue Bücher zu geben.

Out of print
35.00 €

Editor

Lina Grumm, Jan Wenzel, Markus Dreßen, Anne König

Designer

Lina Grumm, Markus Dreßen